Ärzte Zeitung, 24.05.2007

Dopingaffäre - Freiburger Ärzte von Uni freigestellt

FRANKFURT/MAIN (Smi). Die Dopingaffäre um das ehemalige Radsport-Team Telekom weitet sich aus. Nach Ex-Profi Bert Dietz, der sich im Fernsehen zum Doping bekannt hatte (wir berichteten), hat nun auch sein ehemaliger Teamkollege Christian Henn zugegeben, Jahre lang Erythropoetin (EPO) gespritzt zu haben. Henn bleibt als sportlicher Leiter des Teams Gerolsteiner jedoch im Amt. Das hat Gerolsteiner-Teamchef Michael Holczer angekündigt. Er ist dafür von dem Heidelberger Dopingexperten Professor Werner Franke gestern hart kritisiert worden. "Gleich zu gleich gesellt sich eben gern", sagte Franke in der "Netzzeitung".

Die in die Affäre verwickelten Ärzte Dr. Lothar Heinrich und Dr. Andreas Schmid sind nach ihrer Suspendierung durch das Team T-Mobile (ehemals Telekom) auch von ihrem Arbeitgeber, der Uniklinik Freiburg, bis zur Klärung der Vorwürfe freigestellt worden. Beide Mediziner sollen die Telekom-Fahrer Jahre lang mit EPO versorgt und zumindest Heinrich das verschreibungspflichtige Präparat Fahrern auch verabreicht haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »