Ärzte Zeitung online, 10.08.2009

"Geheimsache Doping": Die Leichtathletik im Blick

HAMBURG (dpa). Hans-Joachim Seppelt, genannt "Hajo" Seppelt, gilt als der ARD-Dopingexperte. Seit rund zehn Jahren befasst er sich mit den verbotenen, leistungsfördernden Substanzen im Sport und hat sich auch schon mit einigen Verbänden angelegt. Jetzt hat Seppelt einen neuen Bericht gedreht.

Pünktlich vor Beginn der Leichtathletik-WM am 14. August in Berlin entstand sein Film "Geheimsache Doping", der an diesem Mittwoch gegen Mitternacht zum Ausklang eines umfassenden Sporttags der ARD gezeigt wird. Zuvor zeigt die ARD unter anderem das Fußball-WM-Qualifikationsspiel Aserbaidschan gegen Deutschland.

Seppelt stellt laut ARD in seinem Beitrag die Frage: Wie sauber ist die olympische Kernsportart Nummer eins? In dem Feature melden sich hochkarätige Insider zu Wort, die Weltklasseathleten mit raffinierten Mitteln und ausgeklügelten Methoden gedopt haben. Sie geben Einblicke in ihr schmutziges Geschäft und berichten vor der Kamera darüber, was sich hinter der schillernden Fassade der Leichtathletik und in der vermeintlich effektiven Dopingbekämpfung wirklich abspielt: Wie sie Athleten bis zur Perfektion dopen, Dopingkontrolleure austricksen, kriminelle Netzwerke spinnen, das große Geld machen - und dabei jahrelang nicht erwischt werden.

Auch im Sportwunderland Jamaika, das bei den vergangenen Olympischen Spielen sechs Siege allein in der Leichtathletik holte, ist längst nicht alles Gold, was glänzt: Die ARD-Reporter werfen einen Blick hinter die Kulissen des Sports in der Karibik, wo die schnellsten Sprinter der Welt zu Hause sind. Wie glaubhaft sind die Beteuerungen der internationalen Sportfunktionäre, angesichts eines umfassenden Kontrollsystems hätten Athleten dort keine Chance zu betrügen? Die ARD-Reporter filmten in Jamaika Spitzenathleten, überführte Doper sowie Dopingbekämpfer.

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