Ärzte Zeitung, 30.04.2008

Inzest-Opfer vor "Neugier der Welt" schützen

HANNOVER (dpa). 24 Jahre lang war die Frau gefangen gehalten und von ihrem Vater missbraucht worden. Drei Kinder hatten mit ihr in dem Verlies gelebt. Nach Ansicht des Kriminologen Christian Pfeiffer, dürfen die Opfer des Inzest-Falls in Österreich nicht an der "Neugier der Welt" zerbrechen.

Die Betroffenen sollten nicht auf die Honorare der Medien für ihre Geschichte angewiesen sein, sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover. Ihre Gesichter müssten anonym bleiben. "Es wäre toll, wenn eine starke Firma die Familie gleichsam adoptieren und ihr finanziell helfen würde."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »