Ärzte Zeitung, 30.05.2008

Seehofer will freiwillige farbige Kennzeichnung

Lebensmittel-Nährwerte

BERLIN (dpa). Für ein verstärktes Eintreten gegen Übergewicht peilt Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) eine freiwillige Farbkennzeichnung von Lebensmitteln an. In Gesprächen mit der Wirtschaft werde er darüber beraten, sagte Seehofer am Freitag in Berlin.

Eine Umfrage habe gezeigt, dass 55 Prozent der Verbraucher eine farbliche Unterlegung der bereits geplanten neuen Angaben über Nährwerte als nützlich empfänden. Reine Farbtupfer auf den Packungen ohne exakte Angaben in Zahlen brächten aber nichts. Insgesamt strebe er eine europäische Regelung an, sagte Seehofer. Eine Verpflichtung im nationalen Alleingang sei nicht möglich.

Firmen sollen freiwillig deutlich sichtbare Angaben zu Energie, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz machen. "Wir erwarten von der Lebensmittelwirtschaft, dass sie in den nächsten zwei, drei Jahren etwa Dreiviertel ihrer Produkte mit dieser Nährwertkennzeichnung ausstattet", sagte Seehofer. Anfang des Monats hatte das Ministerium noch berichtet, man arbeite nicht an einer Farbkennzeichnung. Beim nun geplanten Modell soll Rot auf der Packung für ungesund, Gelb für neutral und Grün für gesund stehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »