Ärzte Zeitung, 13.06.2008

Contergan: Rente für Betroffene verdoppelt

BERLIN (dpa). Die Renten der rund 2800 deutschen Contergan-Opfer werden vom 1. Juli an verdoppelt. Der Bundesrat beschloss das Gesetz am Freitag in Berlin ohne Aussprache. Die Renten steigen von maximal 545 auf bis zu 1090 Euro im Monat. Der mit 121 Euro niedrigste Betrag steigt auf 242 Euro. Die Hilfsgelder werden somit um 15 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt. Das Leben der Contergan-Geschädigten soll so erleichtert, Spätfolgen sollen gemildert werden. Der Pharmahersteller Grünenthal hatte Contergan vor rund 50 Jahren auf den Markt gebracht. Grünenthal hatte sich verpflichtet, 110 Millionen D-Mark (rund 56 Millionen Euro) in eine Stiftung einzuzahlen, die 1971 gegründet worden war. Der Bund zahlte 100 Millionen Mark ein. Grünenthal kündigte im Mai an, zusätzlich 50 Millionen Euro in die Conterganstiftung einzuzahlen.

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