Ärzte Zeitung, 18.06.2008

Ist der Numerus clausus noch sinnvoll?

MÜNSTER (akr). Der Vize-Vorsitzende der KV Westfalen-Lippe (KVWL) Dr. Wolfgang-Axel Dryden ist für die Abschaffung des Numerus clausus für Medizinstudenten.

Das sei eine wichtige Maßnahme für die Nachwuchsförderung von Niedergelassenen, sagte er bei der Vertreterversammlung der KVWL. "Auch in Westfalen-Lippe zeichnen sich regional drohende Engpässe in der Besetzung von notwendigen Arztsitzen ab.

"Die Fähigkeit zur Empathie hänge nicht von der Note des Abiturs ab, sagte Dryden. "Und das Empathiepotenzial ist außer medizinischen Kenntnissen einer der entscheidenden Faktoren, die einen guten Arzt ausmachen."

Abiturienten, die die Vorgaben des Numerus clausus erfüllten, wollten häufig zur wissenschaftlichen Elite gehören. "Nur: Wissenschaft versorgt nicht", betonte er. In der Generation der älteren Mediziner hätten viele das Abitur nicht mit dem zurzeit geforderten Notdurchschnitt gemacht.

"Viele Ärzte mit grauen Köpfen würden heute nicht mehr Medizin studieren können", sagte er. Dryden appellierte an seine Kollegen, ihren Berufsalltag nicht zu schwarz zu zeichnen. "Es gehört zur Nachwuchs-Fürsorge, dass wir die positiven Seiten unseres Berufs offensiv darstellen und nicht nur die negativen Seiten betonen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »