Ärzte Zeitung, 22.07.2008

Lebenserwartung in NRW steigt stetig

Neugeborene Mädchen können damit rechnen, fast 82 Jahre alt zu werden

KÖLN (akr). In Nordrhein-Westfalen steigt die Lebenserwartung der Einwohner weiter. Heute geborene Mädchen und Jungen haben im Schnitt ein um drei Monate höhere Lebenserwartung als Kinder, die in den Jahren 2004 bis 2006 zur Welt kamen.

Neugeborene erwartet im Schnitt ein langes Leben jenseits der 70.

Foto: dpa

Das geht aus den Sterbetafeln NRW für die Jahre 2005 bis 2007 hervor, die das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik veröffentlicht hat. Danach haben neugeborene Mädchen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 81 Jahren und neun Monaten, Jungen von 76 Jahren und fünf Monaten.

Dabei holen die Jungen statistisch an Lebenszeit auf. In den vergangenen 20 Jahren ist die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Mädchen um 40 Monate gestiegen, die der Jungen um 56 Monate. Laut Landesamt handelt es sich dabei um einen Sondereffekt, weil in die Berechnung der Sterbetafel nicht mehr die Toten der Weltkriege eingehen.

Auch ältere Menschen leben länger. Eine 60-jährige Frau in NRW hat den neuen Sterbetafeln zufolge noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 24 Jahren und vier Monaten, das sind zwei Monate mehr als in den Jahren 2004 bis 2006. Gleichaltrige Männer haben mit im Schnitt 20 Jahren und vier Monaten ebenfalls zwei Monate gewonnen.

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