Ärzte Zeitung, 31.07.2008

Zigarettenlobby und Gastwirte begrüßen die Entscheidung

BERLIN (ble). Der Gaststättenverband Dehoga und der Deutsche Zigarettenverband (DZV) haben das Urteil des Bundesverfassungsgerichts begrüßt.

Wir freuen uns, dass das Bundesverfassungsgericht die Grundrechte der Wirte von Einraumbetrieben und ihre wirtschaftliche Betroffenheit ent-sprechend gewürdigt hat", sagte Ernst Fischer, Präsident des Dehoga-Bundesverbandes, laut Mitteilung in Karlsruhe.

"Wir hoffen, dass nun die Landesgesetzgeber von ihrem Gestaltungsspielraum Gebrauch machen und die unterschiedlichen Interessen von Nichtrauchern, Rauchern und Unternehmern angemessen berücksichtigen", so Fischer.

Große Freude herrscht auch beim Deutschen Zigarettenverband (DZV), dessen Mitgliedsfirmen einen Marktanteil von über 60 Prozent halten. Die Richter hätten der Politik deutliche Grenzen der Regulierungswut aufgezeigt, so der DZV-Vorsitzende Wouda Kuipers. Das Urteil stärke die Rechte der Gastwirte und berücksichtige sowohl die Interessen der Raucher als auch der Nichtraucher und schaffe so "die Grundlage für ein respektvolles Miteinander."

Lesen Sie dazu auch:

Karlsruher Grundsatzurteil stößt auf geteiltes Echo :

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »