Ärzte Zeitung online, 29.08.2008

Individuelle Vorsorge neue Aufgabe des Deutschen Grünen Kreuzes

MARBURG (dpa). Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) kämpft für eine individuell zugeschnittene Gesundheitsvorsorge. "Mit unserem individualisierten Gesundheitskonzept stellen wir uns auf den demografischen Wandel und die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft ein", sagte DGK-Geschäftsführer Hans von Stackelberg.

Die Anfänge des DGK mit seinen derzeit rund 1500 Mitgliedern gehen zurück auf den August 1948, sagte von Stackelberg am Freitag vor einem Empfang zum 60-jährigen Bestehen des Vereins in Marburg. Wichtigstes Anliegen des DGK ist es, die Bevölkerung zu motivieren, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und Angebote zur Prävention zu nutzen.

Auf die Gesellschaft komme durch die gestiegene Lebenserwartung eine dramatische Zunahme altersbedingter Erkrankungen wie Alzheimer, Diabetes, Parkinson oder Krebs zu. Dem könne wirksam nur mit einem auf den Betroffenen zugeschnittenen Gesundheitsplan begegnet werden, sagte von Stackelberg. Das DGK sei dabei, einen Fragebogen zur gesundheitlichen Verfassung zu entwickeln, der jedem Interessierten über das Internet zur Verfügung stehen werde. Jeder ausgefüllte Bogen werde durch einen medizinischen Experten ausgewertet. Bluttests und andere Untersuchungen bei Ärzten, Labors und Apotheken ergäben ein individuelles Gesundheitsbild und böten Ansatzpunkte für Vorsorge.

"Wer mitmacht, bekommt am Ende mitgeteilt, was er ganz speziell tun kann, um altersbedingte Erkrankungen zu vermeiden", sagte von Stackelberg. Bezahlen müsse man die Untersuchungen und Tests zwar aus der eigenen Tasche. "Aber ohne dass jeder sich selbst um seine Gesundheit kümmert und dafür auch etwas zahlt, geht es in Zukunft nicht mehr. Unser Gesundheitssystem ist ja heute schon massiv überlastet."

www.dgk.de

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