Ärzte Zeitung online, 04.09.2008

Aktuelle Fälle illegalen Datenhandels

BERLIN (dpa). In den vergangenen Wochen sorgten mehrere Fälle von illegal gehandelten Kundendaten für Aufsehen. Im folgenden die größten Fälle:

12. August: Der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wurde eine CD mit Daten von 17 000 Bürgern zugespielt. Sie enthält unter anderem Adressen und Kontoverbindungen. Bei den Betroffenen soll es sich um Kunden der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) handeln. Die Daten soll eine Firma in Viersen (Nordrhein-Westfalen) verkauft haben.

13. August: In Lübeck wird ein Callcenter durchsucht. Es soll von der Viersener Firma Kontodaten von Verbrauchern erhalten haben. Drei Tage später berichtet ein Lübecker Informant von 1,5 Millionen Datensätzen, über die er verfüge.

18. August: Dem Bundesverband der Verbraucherzentralen wurden bei einem Scheingeschäft sechs Millionen Datensätze angeboten. In Kiel taucht eine CD mit mehr als 130 000 illegalen Datensätzen aus Callcentern auf - 70 000 mit Kontoangaben von Lotterieveranstaltern. Ein Bremerhavener Callcenter soll sich illegal Kundendaten der Telekom verschafft und verkauft haben.

20. August: In Köln bestätigt die Staatsanwaltschaft nach Beschwerden über abgebuchte Geldbeträge ohne Einwilligung der Kontoinhaber Ermittlungen gegen das Glücksspielunternehmen LottoTeam.

28. August: Schleswig-Holsteins Innenministerium bestätigt einen Bericht der "tageszeitung", wonach acht Unternehmen illegal mit Millionen Daten aus kommunalen Melderegistern gehandelt haben sollen.

3. September: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen nimmt zwei Datenhändler fest. Sie sollen illegal 30 000 Daten wie Adressen und Bankverbindungen im Internet zum Verkauf angeboten haben.

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Datenschutz wird verbessert - keine Weitergabe ohne Zustimmung


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