Ärzte Zeitung online, 11.09.2008

Immer weniger Frauen treiben ab - Auch weniger Minderjährige

WIESBADEN (dpa). Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland ist weiter gesunken. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 59 930 Schwangerschaften abgebrochen, 383 oder 0,6 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Es gab allerdings deutliche Unterschiede zwischen den beiden Quartalen.

In den ersten drei Monaten 2008 sank die Zahl der Abtreibungen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 um 2,5 Prozent, im zweiten Quartal stieg sie um 1,3 Prozent. Insgesamt setzte sich jedoch der Trend zu weniger Schwangerschaftsabbrüchen fort, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit.

Knapp drei Viertel der Frauen, die im zweiten Quartal eine Schwangerschaft abbrachen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt. Die Zahl der Abbrüche bei Minderjährigen ging ebenfalls weiter zurück auf einen Anteil von knapp fünf Prozent. Acht Prozent waren mindestens 40 Jahre alt. Für 42 Prozent der Frauen wäre es das erste Kind gewesen. Mehr als 97 Prozent der Abbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen.

Lesen Sie auch:
Union bringt ohne SPD Gruppenantrag gegen Spätabtreibungen ein

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »