Ärzte Zeitung, 22.09.2008

Kammer Südwest: Heroinprojekt muss fortgesetzt werden

KARLSRUHE (mm). Die Heroinabgabe an schwerstabhängige Drogensüchtige sollte auch nach dem geplanten Ende des Karlsruher Heroinprojektes zum Ende des Jahres 2008 weiterhin ermöglicht werden.

Dies hat jetzt die Landesärztekammer in Stuttgart gefordert. Der Bundesgesetzgeber sei gefordert, das Betäubungsmittelgesetz zügig so zu ändern, dass die Abgabe von Diazethylmorphin an Schwerstabhängige rechtlich auf eine sichere Grundlage gestellt werde.

Es gebe eine bestimmte Gruppe Schwerstabhängiger, die allen anderen therapeutischen Angeboten nicht zugänglich sei und für die die Abgabe von Heroin unter ärztlicher und psychosozialer Kontrolle die letzte Rettung darstelle, so die Landesärztekammer.

Mit Hilfe des Karlsruher Modellprojekts sei es immerhin gelungen, entgegen dem Trend der übrigen Bundesrepublik, insgesamt die Zahl der Drogentoten zu verringern.

Die Finanzierung eines solchen Projektes einer Kommune zu überlassen, sei grundsätzlich weder politisch noch ökonomisch und schon gar nicht medizinisch vertretbar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »