Ärzte Zeitung online, 30.09.2008

Seehofer kündigt Kandidatur für CSU-Vorsitz an

BERLIN (dpa). Bundesagrarminister Horst Seehofer hat offiziell seine Kandidatur für die Nachfolge von CSU-Chef Erwin Huber angekündigt. Nach dem Willen der CSU-Landesgruppe im Bundestag soll er außerdem der Spitzenkandidat der Partei für die Bundestagswahl 2009 werden.

Seehofer sagte am Dienstag nach einer Sondersitzung der CSU-Landesgruppe in Berlin, es sei sein Wunsch, dass Huber in der bayerischen Regierung und in der Partei maßgebliche Verantwortung weitertrage. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa sprachen sich mehrere CSU-Bundestagsabgeordnete dafür aus, dass Seehofer auch bayerischer Ministerpräsident wird.

"Es geht schlicht und einfach darum, die Christlich-Soziale Union in ihrem Mythos, in ihrer Einmaligkeit, in ihrer Volksgeschichte der letzten fast fünf Jahrzehnte zu stabilisieren", sagte Seehofer. Er wolle jetzt so schnell wie möglich das "Vertrauen der Bevölkerung zurückerobern". Er werde deutlich machen, dass die CSU die Botschaft der Wähler angesichts der Verluste verstanden habe und wolle alle Wurzeln der Partei ansprechen. Ihm sei der "Dienst am Mitmenschen" wichtig. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte, Seehofer habe "sehr große und breite Zustimmung".

Huber hatte nach dem Wahlfiasko am Dienstag seinen Rücktritt erklärt. Seehofer zollte Huber Respekt. Ramsauer dankte Huber und sprach von "vollstem Respekt". Die CSU-Landesgruppe will ihr Profil in der großen Koalition schärfen. "Die Zeit des Bundestagswahlkampfes, der Vorbereitung, hat begonnen", sagte Ramsauer auch mit Blick auf die Erbschaftsteuerreform.

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