Ärzte Zeitung, 01.10.2008

Empörung nach Krankentransport per Lastwagen

MÜNCHEN (Smi). Der Transport einer adipösen Patientin in einem planenbespannten Laster in München sorgt für Aufregung.

Innenministerium und Krankenkassen können sich seit Monaten nicht über die Finanzierung eines neuen Krankentransportsystems einigen. Wie die Münchener "Abendzeitung" berichtet, wurde die 300 Pfund schwere Frau nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus von Feuerwehrleuten und Sanitätern im Lkw nach Hause transportiert. Ein Spezialcontainer, der für solch schwere Patienten in der Vergangenheit immer benutzt wurde, sei allerdings inzwischen so marode, dass er aus Sicherheitsgründen nicht mehr eingesetzt werden durfte.

"Patienten werden wie Vieh auf einem Lastwagen mit Plane transportiert, das ist menschenunwürdig", sagte Ludwig Wörner, Landtagsabgeordneter der SPD, der zufällig Zeuge des Transports wurde. "Selbst Tiere darf man bei uns nicht so behandeln", stellt der Mandatsträger klar.

Laut "Abendzeitung" bleibt der Pritschenwagen noch mindestens ein halbes Jahr im Einsatz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »