Ärzte Zeitung online, 01.10.2008

Seehofer erlässt Einfuhrverbot für Babynahrung aus China

BERLIN (dpa). Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) hat per Eilverordnung ein Einfuhrverbot für Babynahrung aus China erlassen. Damit treten EU-Maßnahmen in Kraft, teilte das Verbraucherministerium am Dienstag in Berlin mit. In Deutschland wurde bisher kein verseuchtes Milchpulver aus China gefunden.

"Es gibt zurzeit keine Hinweise, dass Melamin-belastete Lebensmittel aus China nach Deutschland gelangt sind." Mindestens drei Kinder waren in China ums Leben gekommen, nachdem dortige Milchunternehmen mit der Chemikalie Melamin minderwertige Milch vermischt hatten. Mehr als 50 000 Säuglinge erkrankten an Nierensteinen (wir berichteten).

Neben dem Einfuhrverbot für Babynahrung sollen in der Europäischen Union (EU) alle anderen Produkte mit einem Anteil von mehr als 15 Prozent Milchpulver geprüft werden, bevor sie in den Handel gelangen. Weil die EU kein Milchpulver und keine Milch aus China einführt, geht es um Produkte wie Schokolade oder Kekse.

Am Montag wurde bekannt, dass der internationale Süßwarenhersteller Cadbury nach eigenen Angaben zur Vorsicht elf Schokoladenprodukte zurückzog, die im Pekinger Werk hergestellt wurden und in Hongkong verkauft werden (wir berichteten).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »