Ärzte Zeitung online, 21.10.2008

Struck fordert Offenlegung der Studiengebühren-Studie

BERLIN (dpa). SPD-Fraktionschef Peter Struck hat vor dem Bildungsgipfel die "schonungslose Offenlegung" der hemmenden Wirkung von Studiengebühren auf die Studierbereitschaft der jungen Menschen verlangt.

Es wäre "verlogen, wenn in Dresden Krokodilstränen darüber geweint werden, dass uns in Natur- und Ingenieurswissenschaften, Medizin und Pädagogik die Studenten fehlen und Studiengebühren als wesentliche Hemmschwelle außer Acht gelassen werden", sagte Struck der dpa am Dienstag.

Der SPD-Fraktionschef forderte Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) auf, diese Frage "nicht aus parteitaktischen Gründen und aus Vorlieben der Unions-Ministerpräsidenten auszusparen". Der Bildungsgipfel sei insgesamt ein zu wichtiges Signal "als dass er in parteipolitischen Überlegungen untergehen darf". Struck: "Es geht um konkrete Absprachen, wie wir die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss verringern können und gleichzeitig für mehr Studierende sorgen." Da müssten sich alle ihrer gemeinsamen Verantwortung bewusst sein.

Struck: "Ich habe aber das ungute Gefühl, dass Frau Merkel den Gipfel als Kanzlerin einberufen hat, mit den Ergebnissen aber als CDU-Vorsitzende nach Hause gehen möchte."

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