Ärzte Zeitung online, 27.10.2008

McCain: Präsidentschaftskandidat mit statistisch hohem Ausfallrisiko

NEU-ISENBURG (ob). Das Risiko, dass Senator John McCain im Falle seiner Wahl zum US-Präsidenten die erste Amtszeit nicht lebend übersteht, liegt bei exakt 22 Prozent. Dr. John Alam darf sich das Verdienst anrechnen, die Welt darüber aufgeklärt zu haben.

Diese von einem Mediziner gelieferte Information dürfte für unschlüssige US-Bürger bei der anstehenden Wahl des kommenden Präsidenten der USA eine ungemein wichtige "Entscheidungshilfe" sein: Grundlage seiner Analyse bilden medizinische Daten im Zusammenhang mit einer Operation, bei der McCain im Jahr 2000 ein Melanom im Gesichtsbereich entfernt wurde.

Aus diesen Daten hat Alam mittels eines statistischen Prognosemodells für Melanom-Patienten die Überlebenswahrscheinlichkeit ermittelt.

Als echter Wissenschaftler betont er treuherzig, nur für die Analyse, nicht aber für ihre Kommentierung zuständig zu sein. Überflüssig zu erwähnen, dass Alam, der seine Analyse im Fachblatt "The Lancet" (372, 2008, 1462)unterbringen konnte, sich im Wahlkampf eifrig für McCains Rivalen Barack Obama engagiert hat.

Zusammenfassung des Artikels "US Senator John McCain and risk of melanoma-associated mortality" in der Fachzeitschrift Lancet (372, 2008, 1462) auf deutsch

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »