Ärzte Zeitung online, 13.11.2008

Beitragssatz zur Rentenversicherung soll ab 2012 wieder sinken

BERLIN (dpa). Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird voraussichtlich 2012 erstmals wieder sinken - von derzeit 19,9 auf dann 19,2 Prozent. Im Jahr darauf ist mit einer Ermäßigung auf 19,1 Prozent zu rechnen. Dies geht aus dem Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung hervor.

Eine Beitragssatzsenkung um 0,7 Prozentpunkte führt bei einem Durchschnittseinkommen von 2500 Euro zu einer Entlastung von 8,75 Euro monatlich. Der Rentenbeitragssatz wurde Anfang 2007 von 19,5 auf sein aktuelles Niveau angehoben. Der neue Rentenversicherungsbericht soll am kommenden Mittwoch im Bundeskabinett behandelt werden.

Nach den Modellrechnungen steigen die Renten bis zum Jahr 2022 um knapp ein Drittel. "Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 1,9 Prozent im Jahr", schreiben die Autoren.

Der Abstand der Ost-Renten zu denen im Westen bleibt auch in den kommenden Jahren nahezu konstant. Erreichte das Rentenniveau im Osten im Jahr 2007 genau 87,9 Prozent des Westniveaus, so wird es sich bis 2012 der Prognose zufolge nur minimal auf 88,1 Prozent erhöhen. In dem Bericht ist unterstellt, dass die für die Renten maßgeblichen Löhne in diesem Jahr brutto um 2,4 Prozent steigen, 2009 um 2,8 Prozent und danach bis 2012 um 2,3 Prozent pro Jahr.

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