Ärzte Zeitung online, 01.12.2008

Ulla Schmidt warnt vor sorglosem Umgang mit dem Thema Aids

HANNOVER (dpa/eb). Aus Anlass des Weltaidstags am heutigen 1. Dezember hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) vor einem sorglosen Umgang mit der Immunschwächekrankheit Aids gewarnt. Jeder müsse sich immer wieder bewusst machen: "Aids ist nicht heilbar. Die beste Vorbeugung ist und bleibt, sich durch ein Kondom zu schützen."

In Deutschland leben nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit rund 63 500 Menschen mit dem Aidserreger HIV im Blut. Etwa 3 000 von ihnen haben sich in diesem Jahr neu mit dem Virus angesteckt - etwa genauso viele wie im Vorjahr.

Untersuchungen hätten zwar gezeigt, dass die Schutzbereitschaft in allen Zielgruppen unverändert hoch ist, sagte die Politikern der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Montagsausgabe).

Für die Zahl der Neu-Infektionen seien insbesondere drei Faktoren ursächlich: "Erstens: Es werden mehr Infektionen entdeckt, weil sich mehr Menschen testen lassen. Zweitens: Die Syphilisinfektionen sind angestiegen, sie erhöhen das Infektionsrisiko mit dem HI-Virus. Drittens haben manche Gruppen schwuler Männer ein bedenkliches Risikoverhalten."

Aus diesem Grund habe die Deutsche Aidshilfe eine neue Kampagne gestartet, die sich explizit an homosexuelle Männer richte und zielgerichtet informiere.

Die "Ärzte Zeitung" informiert zum Thema Aids einem kostenlosen Wartezimmer-Plakat, das Ärzte bestellen können. Für Patienten und Interessierte gibt es kostenlose Infos zum Download. Hier geht es zum Plakat und zu den Patienteninfos

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