Ärzte Zeitung online, 10.12.2008

EU setzt 55 Millionen für sicheres Internet-Surfen von Kindern ein

BRÜSSEL (dpa). Die Europäische Union setzt eine Millionensumme im Kampf gegen die Belästigung von Kindern im Internet ein. Von 2009 bis 2013 sollen 55 Millionen Euro für das Programm "Mehr Sicherheit im Internet" aufgewendet werden, beschlossen Vertreter der 27 EU-Staaten am Dienstag in Brüssel.

Kinder sollen damit Webdienste wie soziale Netzwerke oder "Blogs", eine Art Online-Tagebücher, sicherer nutzen können. Unter anderem sollen eine komplexere Online-Software und Mobil-Technologie Belästigungen durch Pädophile verhindern helfen. Außerdem sollen Kinder, Eltern und Lehrer beraten und ein Netzwerk öffentlicher Anlaufstellen geschaffen werden, wo Kinderpornografie oder Kontaktversuche durch Pädophile gemeldet werden können.

Einer Studie des EU-Statistikamts Eurostat zufolge benutzen Dreiviertel aller 6- bis 17-Jährigen in Europa das Internet, mit steigender Tendenz. Zudem besitzt die Hälfte der Zehn-Jährigen ein Mobiltelefon. 60 Prozent der Eltern sind nach den Angaben besorgt, dass ihr Kind von Pädophilen kontaktiert werden könnte. "Wir müssen sicherstellen, dass Kinder bei der Verwendung von Online- oder mobilen Diensten immer alle möglichen Risiken erkennen und wissen, wie sie damit umgehen müssen", sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding. Das Europaparlament hat dem Programm schon zugestimmt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »