Ärzte Zeitung online, 02.01.2009

Sozialversicherungs-Bonus für alle Arbeitnehmer vorgeschlagen

HAMBURG (dpa). Der am Neujahrstag bei einem Skiunfall in Österreich schwer verletzte Ministerpräsident Thüringens, Dieter Althaus (CDU), will im zweiten Konjunkturprogramm der großen Koalition die Arbeitnehmer pauschal bei den Abgaben entlasten. Wie das Hamburger Magazin "stern" berichtet, hat er ein Konzept entwickelt, wonach jeder Beschäftigte einen Sozialversicherungs-Bonus von 600 Euro im Jahr erhalten soll - egal, wie viel er verdient.

Damit hätte jeder Arbeitnehmer monatlich 50 Euro mehr in der Tasche, Geringverdiener würden überproportional profitieren. "Die Entlastung der Bürger muss nachhaltig sein, nur dann verstetigt sich der Inlandskonsum", sagte Althaus. Der Sozialversicherungs-Bonus würde den Staat jährlich 16,2 Milliarden Euro kosten.

In der großen Koalition war beim Thema Abgaben bisher im Gespräch, den Beitragssatz zur Krankenversicherung um einen Prozentpunkt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu senken oder alternativ den Sonderbeitrag von 0,9 Prozent, den nur die Arbeitnehmer zahlen müssen, zu streichen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. Offenbar fällt es aber schon Kindern schwer, ihre Bewegungsmuster zu ändern. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethische Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »