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Ärzte Zeitung, 23.01.2009

Kommentar

Schnelle Hilfe für LKW-Fahrer rollt an

Von Petra Spielberg

Fast jeder Berufstätige kann bei akuten Problemen in der Regel umgehend einen Arzt aufsuchen. Fernfahrern ist diese Möglichkeit oft verwehrt, da sie unter Zeitdruck stehen und Repressalien durch ihren Arbeitgeber fürchten müssen, wenn sie nicht pünktlich ans Ziel kommen. Dabei haben gerade Brummifahrer einen ungesunden Job.

Die Initiative, diese Versorgungslücke mit einem flächendeckenden Netz an Ärzten zu schließen, die Lkw-Fahrern schnell und unbürokratisch Hilfe leisten, ist daher nur zu unterstützen. Denn es ist nicht nachvollziehbar, warum Brummifahrer unter Schmerzen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen arbeiten sollen. Auch ist es keine Lösung, wenn kranke Fernfahrer zur Selbstmedikation greifen. Schließlich gefährdet ein eingeschränkt einsatzfähiger Fahrer nicht nur seine Gesundheit, sondern auch die anderer Verkehrsteilnehmer.

Angesichts des seit Jahren steigenden Verkehrsaufkommens im Schwerlastverkehr kann man sich eigentlich nur darüber wundern, dass die Idee, ein medizinisches Versorgungsnetz für LkW-Fahrer ins Leben zu rufen, nicht schon viel früher entstanden ist. Umso mehr sollten sich Ärzte mit einer Praxis in Autobahnnähe dazu berufen fühlen, an dem Hilfsangebot mitzuwirken. Sie leisten damit nicht nur einen Beitrag zur Verkehrssicherheit, sondern können auch ihr eigenes Praxisprofil stärken.

Lesen Sie dazu auch:
150 Ärzte zeigen Herz für Brummi-Fahrer

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