Ärzte Zeitung, 29.01.2009

NRW wirbt für Anerkennung von Op-Assistenten

KÖLN (iss). Nordrhein-Westfalen macht sich für die staatliche Anerkennung des Operationstechnischen Assistenten (OTA) stark.

"Eine staatliche Anerkennung und die Etablierung einer eigenständigen Ausbildung werden diesen Beruf attraktiver machen", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Deshalb habe NRW eine Bundesratsinitiative gestartet, die schon von zehn Bundesländern unterstützt werde.

"Die Arbeit in den Krankenhäusern wird immer komplexer. Deshalb benötigt man Spezialisten wie den Operationstechnischen Assistenten", sagte Laumann. Zwar habe die Gesundheitsministerkonferenz bereits 2006 das Gesundheitsministerium aufgefordert, die notwendigen Schritte für eine bundeseinheitliche Regelung des Berufsbildes einzuleiten und die Finanzierung sicherzustellen. Es sei aber nichts passiert.

Zurzeit gibt es mehr als 1300 gemeldete Plätze für die dreijährige Ausbildung zum OTA - Basis ist eine Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Laumann schätzt, dass mit der staatlichen Anerkennung des Berufsbildes 2000 weitere hinzukommen können.

Die DKG begrüßt die Initiative. "Wir sehen einen Bedarf an adäquat qualifiziertem nicht-ärztlichem Fachpersonal, der durch Operationstechnische Assistenten gewährleistet wird", sagte Sprecher Holger Mages.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »