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Ärzte Zeitung online, 17.02.2009

Uniklinik Bonn ruft mit Podcast zum Blutspenden auf

BONN (eb). Die Zahl der Blutspenden in Deutschland reicht immer weniger aus, um den steigenden Bedarf zu decken. Das Uniklinikum Bonn geht nun ganz neue Wege: Es macht mit einem Video-Podcast auf diese Situation aufmerksam. Damit sollen vor allem neue Spender gewonnen werden.

Trotz der vielen freiwilligen Spender decke der Blutspendedienst in Bonn nur etwas mehr als die Hälfte des Bedarfs am Uniklinikum, sagt Dr. Olaf Brinkhues. Allerdings führt der Oberarzt des Blutspendendienstes diesen Mangel nicht auf die fehlende Spendenbereitschaft zurück. Die sei in den letzten fünf Jahren gestiegen. Die Zahl der Vollblutspenden sei sogar um 30 Prozent gestiegen.

"Da aber der Blutbedarf gleichzeitig gestiegen ist, hat sich der Anteil unserer Selbstversorgung nicht wesentlich verbessert", sagt Brinkhues. Die restlichen Blutkonserven müssten von anderen Blutspendediensten besorgt werden. Doch dieser Zukauf werde aufgrund der allgemein rückläufigen Blutspendebereitschaft immer schwieriger. Mit dem Podcast wolle man in der Region so viele Spender gewinnen, dass sich die Kliniken aus eigener Kraft versorgen können.

Eine Ursache für den Rückgang bei den Blutspenden ist die demografische Entwicklung. "Immer weniger junge Menschen stehen als potenzielle Blutspender für die Versorgung" zur Verfügung, sagt Professor Johannes Oldenburg. Dem gegenüber stünden immer mehr überwiegend ältere Patienten, so der Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin

Internet: www.uni-bonn.tv

Lesen Sie dazu auch:
Demografische Entwicklung wirkt sich auf Zahl der Blutspenden aus

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