Ärzte Zeitung online, 19.02.2009

Modellprojekt soll Gesundheit von Arbeitslosen verbessern - und sie wieder in Arbeit bringen

POTSDAM (dpa). Ein Brandenburger Modellprojekt zur Verknüpfung von Arbeitsvermittlung und Gesundheitsförderung soll die Aussicht von Arbeitslosen auf einen Job verbessern. Ziel sei, den Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit und Krankheit zu durchbrechen, sagte Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) am Mittwoch.

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) empfahl das Konzept bundesweit zur Nachahmung. Der Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und erhöhter Krankheitsanfälligkeit sei offensichtlich, das Konzept "sinnvoll und vorbildlich".

Bei dem Projekt der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit (MAIA) arbeiten ein Fallmanager, ein Sozialmediziner und ein Psychotherapeut im Team. Die Krankenkassen finanzieren Kurse zu Gesundheit, Ernährung oder Entspannung.

Das Ergebnis sei überzeugend, sagte Scholz. MAIA-Geschäftsführer Uwe Schade berichtete, rund 200 Menschen hätten an dem Modellprojekt teilgenommen. Mehr als 15 Prozent hätten jetzt wieder eine sozialversicherungspflichtige Arbeit. 40 Prozent hätten ihre Chancen auf eine Anstellung verbessert. Deutschlandweit gibt es MAIA zufolge rund 700 000 Betroffene. Rund ein Viertel der Arbeitslosen sei gesundheitlich beeinträchtigt, bei Langzeitarbeitslosen sogar ein Drittel.

Internet: www.MAIAonline.de

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