Ärzte Zeitung online, 06.03.2009

Flexiblere Arbeitszeiten für Mütter gefordert

SCHWERIN (dpa). Arbeitgeber müssen Mütter nach Ansicht der Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern deutlich stärker mit flexiblen Arbeitszeiten unterstützen. Das forderte Manuela Schwesing im Gespräch mit dpa.

"Ich kann in einem gewissen Maß Einfluss darauf nehmen, wie mein Tag abläuft", sagte sie am Freitag. "Frauen, die nicht in Führungspositionen sind, sind auf ihre Chefs angewiesen", so die mit 34 Jahren jüngste Ministerin Deutschlands.

"Frauen werden dauernd in Schubladen gesteckt, als Rabenmütter oder als Nur-Hausfrauen", sagte Schwesig. Sie lehne es ab, wenn Politiker und konservative Männer versuchten, den Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden. "Es ist jede Woche aufs Neue ein Spagat, alles hinzubekommen. Das geht der Familienministerin genauso wie den meisten anderen Müttern."

Auch sie kenne Nächte, in denen man sich am Kinderbett abwechselt und am Morgen einen wichtigen Termin hat. Einen Nachmittag in der Woche hält Schwesig sich frei. Sie holt ihren Sohn vom Kindergarten ab und verbringt die Zeit mit ihm. Ihre Arbeit erledige sie nach acht Uhr, wenn ihr Kind im Bett ist oder sie stehe morgens früher auf.

Ihr Sohn gehe in die Kita und ihr Mann sei ein moderner Mann, der ihr den Rücken freihalte. "Er holt unser Kind oft von der Krippe ab, und wenn ich Abendtermine habe, bringt er ihn ins Bett. Die Oma und die Schwägerin helfen auch."

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