Ärzte Zeitung, 10.03.2009

BÄK: "Ärzte sind keine Mechaniker des Todes"

BERLIN (hom). Mit Unverständnis hat die Bundesärztekammer (BÄK) auf die Forderung des Mannheimer Medizinrechtlers Professor Jochen Taupitz reagiert, das ärztliche Tätigkeitsfeld um eine Suizidbeihilfe zu erweitern. "Assistierter Suizid widerspricht dem ärztlichen Ethos", erklärte Dr. Frank-Ulrich Montgomery, Vizepräsident der BÄK.

Kranke Menschen hätten einen Anspruch darauf, dass Ärzte ihnen in ihrer Not beistehen und ihr Leiden lindern. "Wir wollen nicht, dass Ärzte sich an der Tötung von Menschen beteiligen - auch nicht als Gehilfen", betonte Montgomery. Ärzte seien "Heiler und Helfer und keine Mechaniker des Todes".

Taupitz, der seit 2001 Mitglied im Nationalen Ethikrat ist, hatte am Wochenende erklärt, es sei unmenschlich, Patienten "beim Sterben alleine zu lassen" (wir berichteten).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »