Ärzte Zeitung online, 17.04.2009

Umfrage: Mehrheit für höheren Spitzensteuersatz

KÖLN (dpa). Die Pläne der SPD für eine Anhebung des Spitzensteuersatzes stoßen laut einer Umfrage bei der Mehrheit der Deutschen auf Zustimmung.

Im Deutschland-Trend von Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" sprachen sich 59 Prozent der Bürger dafür aus, den Spitzensteuersatz von bisher 45 auf 47 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig die Einkommensgrenzen zu halbieren. 28 Prozent lehnen das Vorhaben der SPD ab, die dies in ihr Wahlprogramm aufnehmen will.

Am meisten Zustimmung findet der Vorschlag bei Anhängern der Linken, die ihn zu 72 Prozent gut finden. Von den SPD-Wählern sprechen sich 69 Prozent für die Steuerpläne aus, von den Grünen-Anhängern 66 Prozent. Selbst 50 Prozent der Unions-Wähler und 45 Prozent der FDP-Wähler finden die Idee gut. Vorgesehen ist, dass der auf 47 Prozent angehobene Spitzensteuersatz bei Unverheirateten ab einem Einkommen von 125 000 Euro greift, bei Verheirateten ab 250 000 Euro. Der SPD-Vorstand will die Vorlage für das Wahlprogramm am Samstag beschließen.

Befragt wurden am 14. und 15. April 1000 Bundesbürger. Die Fehlertoleranz liegt bei 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »