Ärzte Zeitung online, 20.04.2009

Ulla Schmidt: Demografischer Wandel als Chance

BERLIN (dpa). Die Alterung der Gesellschaft birgt nach Ansicht von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auch große Chancen für die Wirtschaft. Diese Möglichkeiten müssten aber auch genutzt werden, sagte Schmidt am Montag in Berlin.

Ende 2007 war jeder Fünfte in Deutschland 65 und älter, im Jahr 2030 wird es jeder Dritte sein - und die Zahl der Hundertjährigen wird sich nach Einschätzung der Ministerin bis 2025 vervielfachen. Ihr Ziel sei es, Senioren bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung zu ermöglichen.

Die 5. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft, die am 7. und 8. Mai in Rostock-Warnemünde unter dem Motto "Erfolgreich altern - Der demografische Wandel als Herausforderung für die Gesundheitswirtschaft" stattfindet, soll Wege zum sinnvollen Umgang mit dem demografischen Wandel aufzeigen.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) wies bei der Vorstellung der Konferenz darauf hin, dass sein Bundesland von der Alterung der Bevölkerung besonders betroffen sei. Zum Zeitpunkt der Wende vor 20 Jahren sei Mecklenburg-Vorpommern das jüngste Bundesland gewesen, schon 2020 werde es das "älteste Bundesland" sein. "Wir brauchen mehr Geriatrie, weniger Geburtshilfe", sagte Sellering. Darauf stelle man sich ein.

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