Ärzte Zeitung online, 24.04.2009

Von der Leyen will Elterngeld verlängern

BERLIN (dpa). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will das Elterngeld künftig flexibler gestalten und die mögliche Bezugsdauer verlängern. Familien sollten die Leistungen künftig bis zu 28 Monate lang erhalten können, wenn sie währenddessen Teilzeit arbeiten.

"Viele Väter, die sich in Zeiten der Krise nicht trauen, ganz auszusteigen, könnten statt zwei voller Vätermonate vier halbe nehmen." So könnten sie halbtags arbeiten und das halbe Elterngeld beziehen, sagte von der Leyen der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe).

Die Mütter könnten es genauso machen, sodass Vater und Mutter zusammen auf bis zu 28 Monate kommen könnten, sagte die Ministerin. "Das gibt beiden Elternteilen die Möglichkeit, Zeit mit ihrem Kind zu verbringen und im Beruf zu bleiben." Auch die Arbeitgeber würden davon profitieren, weil sie auf die Mitarbeiter nicht komplett verzichten müssten.

Das Elterngeld ist ein Lohnersatz für Mütter und Väter, die nach der Geburt eines Kindes die Berufstätigkeit unterbrechen oder auf höchstens 30 Stunden in der Woche reduzieren. Gezahlt werden 67 Prozent des letzten Nettogehalts, höchstens aber 1800 und mindestens 300 Euro im Monat. Die staatliche Leistung wird bisher maximal 14 Monate gezahlt. Ein Elternteil kann sie aber längstens zwölf Monate in Anspruch nehmen. Weitere zwei Monate wird nur dann gezahlt, wenn der andere Partner das Kind betreut. Damit sollen vor allem Väter an der Erziehung der Kinder stärker beteiligt werden. Alleinerziehende erhalten das Geld volle 14 Monate.

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