Ärzte Zeitung online, 27.04.2009

Staatssekretärin: Mexiko-Reisen bedeuten Risiko

BONN (dpa). Nach Ansicht der deutschen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk (SPD), bedeuten Mexiko-Reisen wegen der Schweinegrippe derzeit ein Risiko. "Derjenige, der nicht reisen muss, soll sich das gut überlegen", sagte Caspers-Merk am Montag in Bonn am Rande einer Tagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Umwelt und Gesundheit.

Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gebe es aber nicht, betonte die Staatssekretärin.

Es sei ebenso falsch, "jetzt abzuwiegeln, wie in Panik zu fallen", sagte Caspers-Merk. Die Bundesregierung stehe in engem Kontakt zur WHO. Bislang gelte die Stufe drei der Gefährdungslage. "Es kann aber jederzeit eine neue Lage geben." Die Behörden in Deutschland seien jedoch gut auf die Gefahren durch die Schweinegrippe vorbereitet.

Die Gesundheitsstrukturen zwischen Bund und Ländern seien vernetzt, alle Landesgesundheitsämter seien über die Lage informiert, sagte Caspers-Merk. "Wir wussten, dass jederzeit irgendwo eine Grippe-Epidemie ausbrechen könnte."

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