Ärzte Zeitung, 30.04.2009

Wasem: Fonds ist nicht grundsätzlich innovationsfördernd

BERLIN (ami). Der Gesundheitsfonds fördert nicht zwangsläufig die Entwicklung von innovativen Versorgungsmodellen. Diese Auffassung vertritt der Gesundheitsökonom und Politikberater Professor Jürgen Wasem. Er verweist darauf, dass die Krankenkassen zum Jahresbeginn 600 Verträge der Integrierten Versorgung gekündigt hätten. "Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Kassen alles, was mehr Geld kostet, abgestoßen haben", sagte er bei einer Veranstaltung des Bundesverbands Medizintechnologie.

Versorgungsmanagement habe unter den Bedingungen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs keinen einheitlichen Effekt auf den Deckungsbeitrag für Versicherte. Es sei nicht leicht kalkulierbar, wann sich ein Versorgungsprogramm für Patienten mit einer der 80 Erkrankungen, für die es Zuschläge gibt, für die Kasse lohne. Wasem geht aber davon aus, dass sich Versorgungsmanagement "in drei von vier Fällen für die Krankenkassen nach wie vor lohnt".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »