Ärzte Zeitung, 05.05.2009

Apotheker wollen nur ungern als Angestellte arbeiten

DÜSSELDORF (nös). Deutschlands Apotheker setzen auf ihre Freiberuflichkeit. Das belegen zumindest Umfrageergebnisse des Kölner Instituts für Handelsforschung unter den Mitgliedern des Apothekerverbandes Nordrhein. Über 96 Prozent der 840 befragten Apotheker sprachen sich dafür aus, auch weiterhin in einer eigenen Apotheke arbeiten zu wollen.

Über 80 Prozent konnten sich nur schwer vorstellen, als Angestellte in einer Kette zu arbeiten. Zwar wurden nur Apotheker in Nordrhein befragt, doch decken sich die Ergebnisse mit denen früherer Umfragen. Ähnlich sieht es der Sprecher des Verbandes, Dr. Peter Szynka. "Die Ergebnisse kann man durchaus als bundesweites Stimmungsbild ansehen", sagt er.

Am 19. Mai entscheidet der Europäische Gerichtshof (EuGH) über das deutsche Fremdbesitzverbot. Sollte das Gericht die Regelung kippen, könnten künftig auch Handelsunternehmen Apotheken betreiben. Vor den Folgen warnen deutsche Apothekerverbände seit Jahren. Der Generalanwalt am EuGH, Yves Bot, sah in seinem Schlussantrag keinen Konflikt mit dem EU-Recht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »