Ärzte Zeitung online, 05.05.2009

Behindertenverband fordert einfachere Sprache

KASSEL (dpa). Eine einfachere Sprache in Gesetzen und Anträgen, aber auch in Gebrauchsanweisungen, Zeitungen und Rundfunk hat der Behindertenverband "Mensch zuerst" gefordert. "Nur wer die nötigen Informationen und Wahlmöglichkeiten kennt, kann selbstbestimmte Entscheidungen treffen und mitreden. Was für Menschen im Rollstuhl die Treppen sind, ist für Menschen mit Lernschwierigkeiten die schwere Sprache", teilte der Verband am Montag in Kassel mit, in dem geistig behinderte Menschen zusammengeschlossen sind.

Es müsse ein "Recht auf barrierefreie Sprache" geben. Eine einfachere Sprache sei nicht nur bei einer Behinderung wichtig. Sie nutze auch anderen Menschen, etwa Ausländern, Älteren oder "Menschen, die nur wenig Leseerfahrung" hätten.

"Mehr noch: Leichte Sprache ist für alle gut." Jeder habe sich schon einmal über einen komplizierten Brief vom Amt oder eine unverständliche Gebrauchsanweisung geärgert. "Leichte Sprache" zeichne sich durch kurze Sätze, einfache Wörter, Erklärungen für schwierigere Wörter und auch Bilder aus, die den Text erklären.

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