Kongress, 27.05.2009

Nordbrandenburg und Neckar-Alb räumen ab

Große Überraschung: Zwei Außenseiter machen das Rennen beim Regionen- Wettbewerb.

Von Thomas Hommel

Blumen für die Gewinner: Ministerin Schavan bei der Preisvergabe.

Foto: sbra

Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan (CDU) gab am Mittwoch beim Hauptstadtkongress die Sieger des Wettbewerbs um Deutschlands beste Gesundheitsregionen bekannt. Um die Auszeichnung hatten sich knapp 90 Regionen beworben. Erwartet worden waren eigentlich fünf Gewinner.

Nordbrandenburg und Neckar-Alb (Tübingen) würden in ihren Konzepten zeigen, "wie Regionen ihr spezifisches Potenzial für Innovationen in der Patientenversorgung in herausragender Weise nutzen und Verantwortliche aus medizinischer Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung effektiv vernetzen können", erklärte Schavan.

Die Gewinner erhalten für die nächsten vier Jahre insgesamt 30 Millionen Euro, um ihre Projekte weiter voranzutreiben. Beide Regionen setzen ihre Schwerpunkte in der Medizin: Ziel der Region Neckar-Alb ist es, neue Behandlungsmethoden im Bereich der Regnerationsmedizin zu erforschen und in den klinischen Alltag zu integrieren. Die Regenerationsmedizin ist ein Feld der Biomedizin und befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von Verfahren zur Heilung von erkrankten oder zerstörten Geweben und Organen. Die Region ist derzeit dabei, ein Anwenderzentrum für Regenerative Medizin, kurz REGiNA genannt, aufzubauen.

Ziel der Region Nordbrandenburg ist, die Arbeit von Hausärzten durch den Einsatz von Telemedizin zu unterstützen. Dabei steht die Betreuungsqualität für Herz-Kreislauf-Erkrankte, vor allem in strukturschwachen ländlichen Gebieten, im Mittelpunkt. Wichtigster Partner des Projekts ist die Berliner Charité.

Ministerin Schavan kündigte an, den Regionen-Wettbewerb fortsetzen zu wollen. "Ich bin davon überzeugt, dass eine größere Zahl der Regionen das Potenzial hat, beispielhafte Innovationen für die Gesundheitswirtschaft hervorzubringen." Die Gesundheitsbranche sei mit einem Umsatz von etwa 240 Milliarden Euro im Jahr und rund 4,5 Millionen Beschäftigten "die größte Branche der deutschen Wirtschaft". Der Wettbewerb sei ein gutes Instrument, das Potenzial weiter zu heben, so Schavan.

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