Ärzte Zeitung online, 03.06.2009

Testkäufer gegen Alkohol-Missbrauch angemahnt

BREMERHAVEN(dpa). Sicherheitspolitiker haben sich vor der Innenministerkonferenz in Bremerhaven für einen härteren Kampf gegen Alkoholverkauf an Jugendliche ausgesprochen. Der Einsatz jugendlicher Testkäufer sei ein effektives Mittel, um den illegalen Verkauf von Alkohol an junge Menschen zu bekämpfen, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Die Innenminister treffen sich an diesem Donnerstag und Freitag zu ihrer Frühjahrskonferenz. Sicherheitspolitiker von Union und SPD begrüßten den Einsatz jugendlicher Testkäufer. Missbrauch lasse sich nur dann wirksam bekämpfen, wenn die Händler tatsächlich befürchten müssten, entdeckt zu werden, sagte der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Sebastian Edathy (SPD). Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), ergänzte, er halte so ein Vorgehen für die richtige Idee.

Auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen begrüßte das Vorhaben. "Wenn konsequent kontrolliert wird und den Verkäufern klar ist, dass es sie 50 000 Euro Bußgeld kosten kann, jugendgefährdende Computerspiele an einen 14-Jährigen über den Ladentisch zu schieben oder Schnapsflaschen an einen 16-Jährigen zu verkaufen, schreckt das ab", sagte die CDU-Politikerin. Bisher hat Niedersachsen als einziges Bundesland flächendeckend Testkäufe vorgenommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »