Ärzte Zeitung, 22.06.2009

VFA warnt vor Kollaps der Sozialkassen

BERLIN(hom). Nach Ansicht des Vorsitzenden des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA), Dr. Wolfgang Plischke, muss die Politik spätestens nach der Bundestagswahl eine Strategie entwickeln, wie sie mit den Folgen des demografischen Wandels im Gesundheitswesen umgehen will.

"Bislang hat die Politik kein überzeugendes, nachhaltiges Konzept gefunden", sagte Plischke bei einer Tagung vergangene Woche in Berlin. Das Problem sei, dass immer weniger junge Menschen in die Sozialkassen einzahlten und immer mehr Ältere daraus Leistungen in Anspruch nähmen.

Mit bloßer Kostendämpfungspolitik bei Arzneimitteln werde man der Herausforderung Demografie nicht gerecht. Neue Arzneimittel würden dadurch nur blockiert. Sie seien aber auch ein Grund dafür, "dass die Menschen immer älter werden".

Lesen Sie dazu auch:
Die Alterspyramide als ewige Reformbaustelle

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (72003)
Organisationen
VFA (326)
Personen
Wolfgang Plischke (48)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »