Ärzte Zeitung online, 19.08.2009

Neues Zentrum für Hirntumoren in Regensburg

Am Universitätsklinikum Regensburg wurde jetzt das erste Zentrum für Hirntumoren (ZHT) in Bayern gegründet.

Von Jürgen Stoschek

MÜNCHEN. Das Zentrum verteilt sich auf zwei Standorte: das Universitätsklinikum und das Bezirksklinikum Regensburg, an dem die Universitätsklinik für Neurologie angesiedelt ist. Das Konzept für das neue Zentrum wurde seit 1997 entwickelt. Organisatorisch sind die Kliniken für Neurologie, Neurochirurgie und Strahlentherapie, die Institute für Pathologie, Radiologie/Neuroradiologie und Nuklearmedizin sowie theoretische Institute integriert. Das ZHT soll auch Kliniken und niedergelassenen Ärzten außerhalb des Uniklinikums zur Verfügung stehen, hieß es.

Regensburg ist eines der größten Zentren für Patienten mit Hirntumoren in Deutschland. Im Jahr 2007 wurden insgesamt mehr als 300 Patienten medikamentös behandelt; bei Patienten mit hoch malignen Gliomen erfolgten 102 operative Eingriffe und 52 Strahlentherapien. Die Quote der Studienpatienten bei den Glioblastomen, dem bösartigsten Hirntumor, liegt in Regensburg bei weit überdurchschnittlichen 50 Prozent.

Behandelt werden alle Patienten mit primären Tumoren des Zentralnervensystems (Tumoren, die direkt im Gehirn oder Rückenmark entstehen) sowie Patienten mit Hirnmetastasen, Meningeosis neoplastica (Aussaat von Tumorzellen im Nervenwasser) und Patienten mit paraneoplastischen Syndromen (indirekten Auswirkungen von systemischen Tumorerkrankungen am Nervensystem und anderen Organen).

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