Ärzte Zeitung online, 27.08.2009

Forscher: Wahlprogramme kaum zu verstehen

BERLIN (dpa). Die Programme für die Bundestagswahl sind nach Meinung von Kommunikationswissenschaftlern viel zu kompliziert. "Es fällt auf, dass Einleitung und Schlussteil oft am besten zu verstehen sind, da hier Experten am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen", sagte Frank Brettschneider von der Universität Stuttgart-Hohenheim der Deutschen Presse-Agentur.

"In den Themenblöcken sind aber die jeweiligen Fachreferenten federführend, wodurch diese Abschnitte oft sehr komplex gestaltet werden."

Eine kürzlich von ihm vorgelegte Studie kommt zum Ergebnis, dass die Linke das komplizierteste Bundestagswahlprogramm hat. "Es ist oft nicht viel verständlicher als eine Doktorarbeit", meint Brettschneider. Auf einem Verständlichkeits-Index von 0 (gar nicht verständlich) bis 20 (maximal verständlich) landet die Linke bei 6,5. Die Grünen schneiden mit einem Wert von 11 am besten ab. Zum Vergleich: Eine Doktorarbeit kommt im Durchschnitt laut Brettschneider auf 4,3, die Politikberichterstattung der "Bild"-Zeitung auf einen Wert von 16,8.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »