Ärzte Zeitung online, 27.08.2009

Forscher: Wahlprogramme kaum zu verstehen

BERLIN (dpa). Die Programme für die Bundestagswahl sind nach Meinung von Kommunikationswissenschaftlern viel zu kompliziert. "Es fällt auf, dass Einleitung und Schlussteil oft am besten zu verstehen sind, da hier Experten am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen", sagte Frank Brettschneider von der Universität Stuttgart-Hohenheim der Deutschen Presse-Agentur.

"In den Themenblöcken sind aber die jeweiligen Fachreferenten federführend, wodurch diese Abschnitte oft sehr komplex gestaltet werden."

Eine kürzlich von ihm vorgelegte Studie kommt zum Ergebnis, dass die Linke das komplizierteste Bundestagswahlprogramm hat. "Es ist oft nicht viel verständlicher als eine Doktorarbeit", meint Brettschneider. Auf einem Verständlichkeits-Index von 0 (gar nicht verständlich) bis 20 (maximal verständlich) landet die Linke bei 6,5. Die Grünen schneiden mit einem Wert von 11 am besten ab. Zum Vergleich: Eine Doktorarbeit kommt im Durchschnitt laut Brettschneider auf 4,3, die Politikberichterstattung der "Bild"-Zeitung auf einen Wert von 16,8.

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