Ärzte Zeitung, 31.08.2009
BÄK-Chef Hoppe warnt vor dramatischem Ärztemangel
BERLIN (ble/bee). Der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Jörg-Dietrich Hoppe, fordert von der künftigen Bundesregierung grundlegende Schritte zur Bekämpfung des Ärztemangels in Deutschland.
Er erwarte, dass die künftige Regierung die demografische Entwicklung und den künftigen ärztlichen Versorgungsbedarf mit Priorität behandele und dazu konkrete Aussagen im Koalitionsvertrag treffe, sagte Hoppe bei einem Symposium seiner Kammer.
Hoppe warnte vor einer dramatischen Entwicklung der Arztzahlen in den kommenden Jahren: 38,5 Prozent aller Ärzte seien älter als 50, 11,8 Prozent älter als 60 Jahre. Viele von ihnen würden künftig keinen Nachfolger mehr finden, "wenn sich an den aktuellen Bedingungen nicht zeitnah etwas ändert". Ein "Weiter so" der Politik sei nicht mehr akzeptabel.
Mit der heutigen Ausgabe begleitet die "Ärzte Zeitung" mit umfassenden Berichten, Analysen, Hintergründen und Reportagen die Schlussphase des Bundestagswahlkampfes 2009. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen der Gesundheitspolitik der vergangenen vier Jahre auf die 135 000 niedergelassenen Vertragsärzte in Deutschland - und der Blick auf die kommende Wahlperiode. Thema einer vierteiligen Reihe ist das Meinungsbild der Ärzteschaft zu Themen wie der Rolle der Selbstverwaltung oder der Bedeutung der PKV. Redakteure der "Ärzte Zeitung" werden über Gesundheitspolitiker im Wahlkampf berichten. In einer großen Wahlumfrage haben unserer Leser schließlich die Möglichkeit, ihren ganz persönlichen Regierungsauftrag zu erteilen.
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