Ärzte Zeitung, 16.09.2009

Reha-Gesellschaft betont Vorteile für Patienten und Staat

In einer alternden Gesellschaft steigen Bedeutung und Nutzen der Rehabilitation, und zwar für die Patienten wie für die Volkswirtschaft.

DORTMUND (rhv). Fünf Euro erhält die Volkswirtschaft für jeden in eine Reha-Maßnahme investierten Euro zurück. Das hat die Basler Prognos AG für die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. ermittelt. Durch die medizinische Rehabilitation bleiben der Volkswirtschaft jährlich über 150 000 Arbeitskräfte erhalten, die ohne diese Maßnahmen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden würden. Das geht aus der Studie "Die medizinische Rehabilitation Erwerbstätiger - Sicherung von Produktivität und Wachstum", die kürzlich von der Basler Prognos AG im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation vorgelegt wurde.

Insgesamt beziffert Prognos unter Berücksichtigung der indirekten Kosten, die durch Arbeitsausfall während der Rehabilitation entstehen, den Nettoeffekt der medizinischen Reha für fünf Indikationen auf 5,8 Milliarden Euro im Jahre 2005. Verwiesen wird in der Studie auf drei die Bedeutung der medizinischen Rehabilitation verstärkende Faktoren: So würden die Menschen immer älter, das Renteneintrittsalter erhöht sich und die Zahl der Patienten mit chronischen Erkrankungen nimmt zu.

Unter Berücksichtigung dieser Effekte empfehlen die Studienautoren, die Akzeptanz für die Reha zu erhöhen. Vor allem aber sollten die Rahmenbedingungen für die Reha und die Vernetzung mit vor- und nachgelagerten Stufen der Versorgung verbessert werden.

Die Studie steht unter www.degemed.de zum Abruf bereit.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (72004)
Organisationen
Prognos (28)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »