Ärzte Zeitung, 22.09.2009

"Wir wollen, dass Patienten und Ärzte sich einmischen"

KÖLN (iss). In Westfalen-Lippe positionieren sich eine Reihe von Verbänden der Ärzte und Zahnärzte in ungewohnter Einmütigkeit. Die "Initiative Gesundheit Westfalen-Lippe" fordert eine verlässliche Gesundheitspolitik und sagt: "So wie heute geht es nicht weiter!" Die Ärzte und Zahnärzte appellieren an die Bevölkerung, vor der Bundestagswahl die gesundheitspolitischen Standpunkte der einzelnen Parteien genau zu überprüfen.

Zu der Initiative haben sich unter anderem der Landesverband Praxisnetze Westfalen-Lippe (LPWL), die Ärztekammer und die KV, Hartmannbund und Marburger Bund, fachärztliche Berufsverbände und der Freie Verband Deutscher Zahnärzte zusammengeschlossen.

"Wir wollen deutlich machen, dass wir uns für eine hochqualifizierte Versorgung in Praxis und Klinik einsetzen und für eine individuelle und zuwendungsorientierte Medizin", sagt Dr. Michael Müller, Kinderarzt in Bielefeld und Vorsitzender des LPWL. Ärzte und Patienten sollten die Abgeordneten dazu befragen, ob sie diese Ziele teilen und wie sie sich das künftige Gesundheitswesen vorstellen. "Wir wollen, dass sich Ärzte und Patienten politisch einmischen", erläutert Müller.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »