Ärzte Zeitung online, 25.09.2009

Forst erkennt Hitler Ehrenbürgerschaft ab

FORST (dpa). Mehr als 64 Jahre nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus hat die Stadt Forst in Brandenburg Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft aberkannt. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend einstimmig dafür, sagte ein Sprecher. "Dies ist ein symbolisches Signal und moralisch geboten." Formal-juristisch ist Hitler ohnehin kein Ehrenbürger der Stadt mehr, da diese Ehrung mit seinem Tod erloschen ist.

Der Anstoß für die Abstimmung kam von einem Bürger, der im Stadtarchiv auf die Ernennung Hitlers im März 1933 gestoßen war. Auch die Ehrenbürgerschaft für den einstigen NSDAP-Gauleiter Wilhelm Kube wurde am Donnerstag widerrufen.

Forsts Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) hatte im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung erklärt, die Stadt sei zwar nicht rechtlich, jedoch moralisch in der Pflicht, diesen Schritt zu tun. Zahlreiche deutsche Städte haben seit Kriegsende symbolisch dem früheren Diktator Hitler die einst verliehene Ehrenbürgerwürde entzogen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »