Ärzte Zeitung online, 02.10.2009

Sozialverband: Schmerzvolle Einschnitte drohen

DÜSSELDORF (dpa). Mit dem Machtwechsel in Berlin zeichnen sich nach Einschätzung des Sozialverbands Deutschland drastische Einschnitte in der sozialen Sicherung ab. "Die Wunden des Sozialabbaus der vergangenen Jahre sind nicht verheilt und schon drohen weitere tiefe Einschnitte", sagte Verbandspräsident Adolf Bauer am Freitag in Düsseldorf.

"Wir brauchen ein starkes solidarisches Sicherungssystem. Eine weitere Privatisierung sozialer Risiken wie Krankheit, Alter oder Pflegebedürftigkeit lehnen wir aufs Schärfste ab", betonte er mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen in Berlin zur Bildung einer schwarz-gelben Regierung. Der SoVD fordert neben armutsfesten Grundsicherungsleistungen einen gesetzlichen Mindestlohn. Die gemeinnützige Organisation ist mit gut 525 000 Mitgliedern einer der größten Sozialverbände in Deutschland.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »