Ärzte Zeitung, 26.10.2009

Regierungswechsel - Stühlerücken auf der Leitungsebene

BERLIN (HL). Im Bundesgesundheitsministerium dürfte in den nächsten Wochen ein umfangreicher Austausch des Führungspersonals stattfinden. Betroffen davon sind die politischen Beamten - das sind der beamtete Staatssekretär, die Abteilungsleiter im Rang von Ministerialdirektoren und der Pressesprecher.

So kann als wahrscheinlich gelten, dass Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder aus dem Amt scheiden wird. Ungewiss ist auch die Zukunft von Franz Knieps, der als Leiter der Abteilung Krankenversicherung und Gesundheitsversorgung das Herzstück des Ministeriums leitete. Zusammen mit Ministerialdirektor Dr. Ulrich Thilly, dem Vertrauten und Strategen der scheidenden Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, hat der ehemalige Geschäftsführer Politik des AOK-Bundesverbandes die letzte Gesundheitsreform ausgestaltet.

Der Wechsel der Führungsebene ist allerdings für den neuen Minister auch nicht ohne Risiko. Die Abteilungsleiter bilden das erfahrene Rückgrat des Managements in einem Ministerium, unverzichtbar, wenn es darum geht, Reformziele in Gesetze zu gießen. Die Betroffenen selbst können ihre Zukunft mit Gelassenheit sehen: 75 Prozent des Gehalts werden weitergezahlt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Hoher Anspruch und raue Realität

Lesen Sie dazu auch:
Koalition setzt auf Neustart in der Gesundheitspolitik
Gesundheitsminister Philipp Rösler - die Person ist auch Programm
Teure Medizin für eine alternde Gesellschaft
Der erste Liberale führt das Gesundheitsressort
Daniel Bahr wird Parlamentarischer Staatssekretär

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »