Ärzte Zeitung, 19.11.2009

2060 ist jeder siebte Deutsche ein Greis

Statistiker: Bevölkerung schrumpft auf 65 bis 70 Millionen Menschen

zur Großdarstellung klicken

Foto: sculpies ©www.fotolia.de

BERLIN (ble). Die Bevölkerung in Deutschland wird in den nächsten 50 Jahren voraussichtlich um zwölf bis 17 Millionen Menschen schrumpfen. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.

Danach werden im Jahr 2060 nur noch zwischen 65 und 70 Millionen Menschen zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen leben. Heute sind es etwa 82 Millionen Menschen.

Die Zahl der über 80-Jährigen soll von heute vier Millionen bis 2050 auf zehn Millionen steigen und dürfte 2060 bei neun Millionen liegen.

zur Großdarstellung klicken

Die Zahl der Hochbetagten steigt bis 2060 stark an.

Ohne Zuwanderung, so die Statistiker, könnte die Zahl der Bundesbürger sogar auf 58 Millionen sinken.

Für ihre Hauptannahme hat Destatis eine konstante Geburtenhäufigkeit von 1,4 Kindern je Frau und einen deutlichen Anstieg der Lebenserwartung für 2060 geborene Jungen und Mädchen zugrunde gelegt.

Die Zahl von 65 Millionen Menschen resultiert dabei aus einem erwarteten positiven Wanderungssaldo von jährlich 100 000 Menschen; beträgt dieses 200 000, werden 2060 demnach 70 Millionen Menschen in Deutschland leben.

Als "positivstes" Szenario gibt Destatis 77 Millionen Menschen an. Hierfür wären allerdings deutlich höhere Geburtenraten nötig.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Kein Niedergang, sondern ein Erfolg

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »