Ärzte Zeitung online, 01.12.2009

Arbeitsmarkt bleibt in Krise weiter robust

NÜRNBERG (dpa). Der Arbeitsmarkt in Deutschland trotzt den Folgen der Wirtschaftskrise weiterhin überraschend stark. "Die Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Beschäftigung sind weit weniger dramatisch als zunächst von vielen befürchtet", bewertete der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, am Dienstag in Nürnberg die Lage.

Im November war die Zahl der Jobsuchenden um 13 000 auf 3 215 000 gesunken. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,1 Prozent gelegen. Damals waren 227 000 Menschen weniger ohne Arbeit als heute.

Der Anstieg im Jahresverlauf resultiere aus der schweren Rezession der deutschen Wirtschaft, erläuterte Weise. Nach wie vor sorgten aber die weit verbreitete Kurzarbeit sowie das rückläufige Arbeitskräfteangebot für eine moderate Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Ersten Schätzungen zufolge hatten im November gut 100 000 Menschen aus konjunkturellen Gründen neu kurzgearbeitet, etwas mehr als im Oktober.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im November um 7000 auf 3,422 Millionen. Der Rückgang der um jahreszeitliche Einflüsse bereinigten Erwerbslosenzahl entfiel ausschließlich auf den Westen, im Osten blieb sie konstant. Die BA wies darauf hin, dass der Rückgang der saisonbereinigten Zahl überwiegend auf einem Sondereffekt durch die Umstellung der Statistik beruhe. Nach alter Zählweise wäre sie um etwa 10 000 gestiegen.

Die Zahl der Erwerbstätigen sank nach den jüngsten Daten vom Oktober saisonbereinigt um 13 000, unbereinigt stieg sie dank der Herbstbelebung um 145 000 auf 40,70 Millionen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September bei 27,79 Millionen - ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 202 000. "Die Abnahme wird vor allem dadurch begrenzt, dass die Teilzeitbeschäftigung noch steigt, während die Vollzeitbeschäftigung deutlich rückläufig ist", hieß es.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »