Ärzte Zeitung, 31.03.2010

Linke fragt nach Leiharbeit in Kliniken

BERLIN (fst). Die Linksfraktion im Bundestag macht den Einsatz von Leiharbeitern in Krankenhäusern zum Thema einer parlamentarischen Anfrage. Als Beleg dient der Fraktion die "UK Essen Personalservicegesellschaft (PSG) als 100-prozentige Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Essen". Dort seien 300 von 5000 Mitarbeitern aus allen nicht-ärztlichen Berufsgruppen beschäftigt, die bis zu 30 Prozent weniger Gehalt als die Festangestellten erhalten. Auch erhielten die Mitarbeiter weniger Urlaub und keine betriebliche Altersversorgung. Die Linke fürchtet, dass sich die Ungleichbehandlung auf die Qualität der Pflege auswirkt. Sie will Auskunft von der Regierung, wie diese den Einsatz von Leiharbeitskräften im Gesundheitswesen einschätzt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »