Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung online, 08.04.2010

Union erwägt Ausbau der Patientenberatungsstellen

BERLIN (dpa). In der Unionsfraktion gibt es Überlegungen, die 2006 als Modellprojekt eingeführte "Unabhängige Patientenberatung Deutschland" zu einer Dauereinrichtung zu machen. Das geht aus einem Arbeitspapier hervor.

Die Beratung solle ausgebaut, personell aufgestockt und von der Gesetzlichen Krankenversicherung finanziert werden, wie die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe) berichtet. Derzeit gibt es bundesweit 22 neutrale Beratungsstellen, an die sich Bürger kostenlos wenden können.

Der Union schwebt dem Bericht zufolge ein Ausbau auf 40 Anlaufstellen vor. Entsprechend soll das Budget von derzeit jährlich 5,1 Millionen Euro verdoppelt werden. Es sei wichtig, dass Patienten auch weiterhin "möglichst selbstständig" ihre Rechte gegenüber Krankenkassen, Ärzten und Kliniken ausüben könnten, heißt es in dem Arbeitspapier. Dem Bericht zufolge sollte nicht nur den drei bisherigen Gesellschaftern, "sondern auch anderen Anbietern" die Möglichkeit eröffnet werden, sich an der Beratung zu beteiligen.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) halte dagegen eine flächendeckende Ausweitung für "finanziell nicht vertretbar", schreibt das Blatt. Schon jetzt seien rund acht Prozent der Ratsuchenden privat versichert, sagte GKV-Sprecher Florian Lanz der Zeitung. Deshalb solle auch die private Krankenversicherung an der Finanzierung beteiligt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »