Ärzte Zeitung, 27.04.2010

Kommentar

Der neue Superstar der Liberalen

Von Thomas Hommel

Am 9. Mai ist Urnengang in NRW. Verlieren Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und sein Vize Andreas Pinkwart (FDP) die Mehrheit an Rhein und Ruhr - und danach sieht es momentan aus -, dann ist auch die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat passé. Viele Reformvorhaben dürften eine Nummer kleiner ausfallen als von Merkel, Westerwelle & Co. geplant.

Schuld an der drohenden Niederlage würde vor allem die FDP tragen. Sie hat bei den Wählern viel Sympathie eingebüßt - auch deshalb, weil sie vor der Bundestagswahl große (Steuer-)Wahlversprechen machte, die sie nun wegen der miesen Haushaltslage Woche um Woche verschieben muss.

Dass in einer solchen Situation FDP-Chef Guido Westerwelle an Rückhalt verliert und andere Parteisoldaten wie der zuletzt äußerst agile Philipp Rösler an Einfluss gewinnen, verwundert nicht. Rösler hat sich nach Startschwierigkeiten gemausert. Selbstbewusst ist er stets aufgetreten. Bei der Prämie aber verzettelte er sich anfänglich in einen Kleinkrieg mit der CSU.

Jetzt hat der Niedersachse seine Themen gefunden. Mit Konzepten gegen drohenden Ärztemangel und Sparfesseln bei Pharma punktet er kräftig. Die FDP honoriert das - und siehe da: Manch einer handelt Rösler schon als Thronfolger in Westerwelles Reich.

Lesen Sie dazu auch:
SPD: GKV-Beitrag steigt spätestens nach NRW-Wahl
Weniger Leistungen, höhere Selbstbeteiligung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »